PV-Überschussladen in Hannover-Bothfeld

Wallbox-Installation an einer Hausfassade in Hannover-Bothfeld

Ausgangssituation

Bei diesem Projekt in Hannover-Bothfeld war bereits eine Photovoltaikanlage mit Hausspeicher vorhanden. Mit dem Elektrofahrzeug kam ein weiterer größerer Verbraucher hinzu, der möglichst nicht einfach unabhängig vom vorhandenen Energiesystem geladen werden sollte.

Ziel war deshalb eine Wallbox-Lösung, bei der selbst erzeugter Solarstrom möglichst sinnvoll genutzt wird und das Laden des Fahrzeugs mit der bestehenden PV- und Speichertechnik zusammenspielt.

PV-Überschuss für das Elektroauto nutzen

Beim PV-Überschussladen wird die Ladeleistung des Fahrzeugs an die aktuell verfügbare Solarleistung angepasst. Strom, der im Gebäude gerade nicht benötigt wird, kann dadurch gezielt für das Laden des Elektroautos verwendet werden.

Bei diesem Projekt musste zusätzlich der bereits vorhandene Hausspeicher berücksichtigt werden. Entscheidend war deshalb nicht nur die reine Verbindung zwischen PV-Anlage und Wallbox, sondern eine sinnvolle Abstimmung der Energieflüsse zwischen Hausverbrauch, Batteriespeicher und Fahrzeug.

Die vorhandene Huawei-Technik wurde dabei in die Planung der Ladelösung einbezogen.

Abstimmung von Hausspeicher und Fahrzeug

Besonders interessant ist bei Anlagen mit Batteriespeicher die Frage, welcher Verbraucher den verfügbaren Solarstrom zuerst erhalten soll.

Die Lade- und Energiesteuerung wurde deshalb so eingerichtet, dass Hausspeicher und Elektrofahrzeug entsprechend der gewünschten Priorisierung miteinander zusammenspielen. Dadurch lässt sich vermeiden, dass das Fahrzeug ohne Rücksicht auf das bestehende Speicherkonzept lädt.

Für den Kunden bedeutet das eine deutlich gezieltere Nutzung der eigenen PV-Erzeugung und gleichzeitig weiterhin eine flexible Möglichkeit, das Fahrzeug bei Bedarf zu laden.

Ergebnis

Entstanden ist eine auf die bestehende PV- und Speicheranlage abgestimmte Wallbox-Lösung in Hannover-Bothfeld.

PV-Anlage, Hausspeicher und Elektrofahrzeug werden nicht als voneinander getrennte Systeme betrachtet, sondern in der Ladeplanung gemeinsam berücksichtigt. Dadurch kann ein größerer Anteil des selbst erzeugten Solarstroms direkt vor Ort genutzt werden.

Das Projekt zeigt, dass beim PV-Überschussladen nicht allein die Wallbox entscheidend ist. Besonders bei vorhandenen Batteriespeichern kommt es auf die richtige Messung, Konfiguration und Abstimmung der verschiedenen Energieflüsse an.